Rechtliches

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Gültig ab 13. Oktober 2026

Anbieter

Anbieter ist die Lyngby s. r. o., Identifikationsnummer (IČO) 57 591 873, Steuernummer (DIČ) 2122835132, Štefánikova 321/71, 956 31 Krušovce, Slowakei (nachfolgend „Anbieter“), Betreiber von KYCpruefung.de. Kontakt: kontakt@kycpruefung.de.

§ 1 Geltungsbereich

Diese AGB gelten für alle Verträge über die Nutzung von KYCpruefung.de. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und Verpflichtete nach dem Geldwäschegesetz — nicht an Verbraucher. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich zustimmt.

§ 2 Begriffe

  • „GwG“ — Geldwäschegesetz in der jeweils geltenden Fassung.
  • „Plattform“ — die Webanwendung KYCpruefung.de zur schnellen Prüfung natürlicher Personen und Unternehmen für Zwecke der Geldwäscheprävention.
  • „Prüfung“ — der automatisierte Abgleich einer vom Nutzer eingegebenen Person oder Firma mit Datenquellen.
  • „Kunde“ — das Unternehmen, das die Plattform nutzt.
  • „Nutzer“ — der Kunde und jede natürliche Person, die die Plattform im Namen des Kunden nutzen darf.
  • „Prüfnachweis“ — das automatisch erstellte PDF mit Datum und Uhrzeit der Prüfung, den Angaben zur geprüften Person oder Firma und den Ergebnissen aus den Datenquellen.

§ 3 Leistungen

Die Plattform prüft Kunden automatisiert gegen Sanktionslisten (insbesondere EU und UN sowie weitere internationale Listen), eine Datenbank politisch exponierter Personen (PEP) und optional gegen negative Medienberichte (Adverse Media) und erstellt einen Prüfnachweis. Sie deckt den Screening-Teil der Sorgfaltspflichten ab und ersetzt nicht die übrigen Pflichten eines Verpflichteten nach dem GwG. Der Anbieter erbringt keine Rechts- oder Compliance-Beratung; die abschließende Risikobewertung und die Entscheidung über eine Geschäftsbeziehung oder Transaktion trifft stets der Kunde.

§ 4 Datenquellen

Die Datenquellen werden von Drittanbietern bereitgestellt. Der Anbieter erstellt diese Quellen nicht und übernimmt keine Gewähr für ihre Vollständigkeit, Richtigkeit oder Aktualität.

§ 5 Vertragsschluss und Konto

Der Vertrag kommt mit der Registrierung eines Kontos zustande und läuft auf unbestimmte Zeit. Der Kunde kann ihn jederzeit durch Löschen des Kontos in den Einstellungen beenden. Der Anbieter kann den Vertrag mit einer Frist von 14 Tagen, bei schwerwiegenden Verstößen gegen diese AGB fristlos kündigen. Zugangsdaten sind vor dem Zugriff Unbefugter zu schützen.

§ 6 Pflichten des Kunden

Der Kunde versichert, die über die Plattform erlangten personenbezogenen Daten und Informationen ausschließlich zu rechtmäßigen Zwecken zu verwenden, insbesondere zur Erfüllung seiner Pflichten nach dem GwG und dem Sanktionsrecht.

§ 7 Preise und Zahlung

Die Plattform wird über vorausbezahlte Prüfungspakete abgerechnet; eine Prüfung entspricht einem Abgleich. Es gelten die in der Plattform angezeigten Nettopreise in Euro. Prüfungen verfallen nicht. Zahlungen wickelt Stripe ab. Erworbene Pakete werden nicht erstattet, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

§ 8 Prüfnachweise und Aufbewahrung

Die Plattform speichert die Prüfnachweise in der Übersicht des Nutzers zum jederzeitigen Abruf. Wir empfehlen, Prüfnachweise zusätzlich in einem eigenen Archiv zu speichern. Die Aufbewahrungspflicht nach § 8 GwG obliegt dem Kunden als Verpflichtetem.

§ 9 Haftung

Die Prüfergebnisse dienen der Information und Unterstützung. Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet er nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und begrenzt auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden. Für Fehler oder fehlende Aktualität in Datenquellen Dritter haftet der Anbieter nicht.

§ 10 Vertraulichkeit und Datenschutz

Beide Seiten behandeln vertrauliche Informationen vertraulich. Personenbezogene Daten werden nach der DSGVO verarbeitet; Einzelheiten enthält die Datenschutzerklärung. Soweit der Anbieter Daten der Kunden des Kunden verarbeitet, handelt er als Auftragsverarbeiter.

§ 11 Schlussbestimmungen

Änderungen dieser AGB werden dem Kunden mindestens 14 Tage vor Inkrafttreten in Textform mitgeteilt. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.